
“Ich glaube, dass ich sehr verzweifelt war. Und ich glaube aber, dass ich. Es war ja nicht so sichtbar äußerlich, es war vor allem in mir drin sehr verzweifelt. Ich habe einfach unheimlich viel ausprobiert und nichts hat mir geholfen. Ich war ja in so einem Wechselbad. Also ich habe ich war so völlig haltlos und habe gegessen und habe zugenommen und habe dann gemerkt, hier läuft was verkehrt und habe dann nach einem Programm gesucht oder nach irgendeiner Hilfe gesucht, die mich wieder in die Spur bringt. Und das tatsächlich schon über viele Jahre und einfach so viele verschiedene, unterschiedliche Methoden, Programme, Hilfen. Und das hat sich. Diese beiden Phasen haben sich einfach abgewechselt. Ich war so in den haltlosen Phasen, würde ich spontan sagen, war ich irgendwie am unglücklichsten. Aber das stimmt eigentlich nicht so richtig. Ich war auch in diesen haltlosen Phasen war ich teilweise auch sehr erleichtert, weil ich eben nicht mehr in so einer Disziplin drin war, weil ich mich nicht mehr zusammenreißen musste. Also ich konnte es auch immer so ein Stück weit genießen, aber es ist halt dann total aus dem Ruder gelaufen. Und dann bin ich wieder in irgend so ein Programm, in irgendeine Methode reingekommen, die mir erst mal geholfen hat, die aber vor allem über Disziplin eben funktioniert hat und hatte dann auch relativ schnell immer Erfolge, weil ich ein wahnsinnig disziplinierter Mensch bin. Eigentlich würde ich sagen zweitausendein. Und dann hat mich das immer erstmal wieder glücklich gemacht, aber es war halt nie nachhaltig. Ich habe dann gesehen, die Kilos purzeln und geht mir irgendwie besser, weil ich eine Ordnung in meinem Leben habe auf eine Art, aber halt nicht nachhaltig. Also das war dann so anstrengend, dass ich es halt nicht lange durchgehalten habe. Mir ist irgendwie so die Puste ausgegangen. Und ich fand es auch tatsächlich gesellschaftlich total schwierig, weil halt diese Programme irgendwie nicht gepasst haben. Die haben nicht in mein Leben, in das Leben meiner Freunde, meiner Bekannten, meiner Kunden gepasst. Und früher oder später musste ich es irgendwie immer aufgeben, weil es keine Möglichkeit gab, das durchzuziehen oder weil ich sie nicht gesehen habe. Was ich wirklich schwierig fand, war, dass ich immer das Gefühl hatte, ich muss das thematisieren, ich muss mich erklären und ich kriege dann Nachfragen, auf die ich Auskunft geben muss und das will ich eigentlich gar nicht. Und ich habe mich auch so ein bisschen stigmatisiert gefühlt, also dass das so sie isst das nicht oder sie isst jenes nicht, sie isst kein Zucker und so. Und dann auch Leute, die mich gut kennen, die haben dann eben okay, was ist es denn jetzt wieder für ein Programm? Was ist denn jetzt wieder für eine Methode? Also ich habe mich da drin einfach auch so. Ja, also ich habe. Mir ist irgendwie so das Versagen so gespiegelt worden. Das war schwer auszuhalten. Da draußen habe ich das gemerkt, wenn die Leute so angefangen haben, mit den Augen zu rollen. Ich habe tatsächlich auch versucht, das zu verschweigen. Und das fand ich aber schwierig. Also das vor allem so engen Freunden gegenüber fand ich das schwierig. Ich habe es entweder erzählt oder ich habe mich nicht an die Regeln gehalten, weil ich es nicht erzählen wollte. Und das war dann meistens auch so der Moment, wo ich gedacht habe, dann ist ja jetzt auch egal. Zwei, dreimal habe ich mich irgendwie nicht dran gehalten, an das, was mir vorgeschrieben war zu essen oder wann ich es esse oder wie ich viel ich esse. Und dann irgendwann habe ich gedacht, naja, komm, dann. Ob es Gedanken oder Gefühle gab, die sich wiederholt haben und welche das waren. Also ich glaube, so nach dem dritten, vierten Programm war eine total große Versagensangst da. Also Angst vorm Scheitern, das auf jeden Fall. Und eben auch die Angst davor, dass das jetzt immer so weitergeht und dass das nicht aufhört, dass es da keinen Ausweg gibt. Was hätte ich mir stattdessen gewünscht oder was hätte ich gesucht? Also ganz stark war, ich will einfach, dass das aufhört. Das war so total stark. Ich will das nicht mehr ständig irgendwelche Programme machen. Und ich glaube, ich habe mir auch total gewünscht, zu verstehen, was bei mir los ist. Also nicht wieder irgendein Programm, was mir hilft, irgendwie mein Essen unter Kontrolle zu kriegen, sondern warum esse ich denn? Also was ist denn eigentlich los? Wobei, ich hätte die Frage nicht so klar formulieren können, aber dass ich irgendwie verstehen wollte, was mit mir los ist, das habe ich so ganz stark gefühlt. Ich hatte ja auch, als wir uns kennengelernt haben und als wir angefangen haben, zusammen zu arbeiten, hatte ich auch echt total große Bedenken, ob das wirklich was wird. Ich glaube, ich habe in unserem Erstgespräch auch dreimal meinst du wirklich, dass das was wird? Also meine größte Sorge war, dass das nicht zu mir passt, dass das nicht funktioniert, dass wir nicht den Hebel finden. Ja, das war ja, ich konnte mir das nicht vorstellen. Also es war ganz anders. Es war ganz anders als gedacht, weil es eben relativ schnell funktioniert hat und weil ich das auch schnell gemerkt habe, dass es funktioniert. Und weil ich nicht das Gefühl hatte, es ist ein Programm, was abläuft, sondern ich lerne tatsächlich was über mich selbst und das schafft die Veränderung. Ich habe daran gemerkt, dass sich was verändert hat, dass ich mich sehr schnell entspannt habe und dass es sehr schnell normal geworden ist und dass ich das schnell verinnerlicht habe. Also ich habe es tatsächlich an der Geschwindigkeit gemerkt, dass es anders ist, dass es selbstverständlicher geworden ist und dass ich z.B. nicht immer wieder nachlesen musste. Also ich kenne das von anderen Programmen, dass ich das eigentlich relativ, dass ich das schlecht adaptiert habe und immer wieder nachlesen musste, die Regeln immer wieder nachlesen musste. Und ich fand es hier eigentlich, also das war einfach, ich weiß gar nicht, ob, ich würde nicht sagen, dass es einfach war, aber es hat irgendwie schnell, es ist schnell meins geworden. Also welche Situation schnell geklappt hat und was besser geklappt hat als vorher. Dass der Hunger aufgehört hat, das war, glaube ich, das erste, was passiert ist, dass als erstes dieser Hunger aufgehört hat und dass ich angefangen habe eben zu merken, ich habe jetzt wirklich Hunger, mein Körper braucht irgendwie Nahrung und dieser Hunger dazwischen, würde ich jetzt mal sagen, den ich immer aus, wo ich immer das Gefühl hatte, den muss ich aushalten, der hat einfach aufgehört. Ich war ja, es gab so einen Moment, da stand ich so in der Küche und habe gedacht, krass, ich habe überhaupt keinen Hunger. Also das, was ich Hunger genannt hätte, dieses Gefühl, das hat einfach aufgehört. Also wie unser Kennenlernen abgelaufen ist und was mein erster Eindruck war, ganz ehrlich, ja, ich habe euch ja gegoogelt. Also ich habe ja Ernährungsberatung und dann seid ihr aufgetaucht. So habe ich euch kennengelernt, gelernt. Und dann habe ich gedacht, boah, wenn man sowas ergoogelt, dann ist das wahrscheinlich irgendwie wieder so ein Programm, was angeboten wird und was mir der Algorithmus jetzt gerade vorschlägt. Und dann habe ich angefangen zu lesen auf eurer Website und habe so zwei, drei Podcasts gehört und habe gedacht, worst to try. Und habe euch ja dann geschrieben und habe Luise getroffen und habe dich getroffen, zweitausendein und habe schon so verstanden, okay, Luise checkt jetzt mal so die ersten Themen, könnte es passen? Und ich fand ganz ehrlich, dass Dieses erste Gespräch, was wir zusammen hatten, das fand ich überhaupt nicht leicht, weil ich da echt mit Charme zu kämpfen hatte und irgendwie auch nicht so richtig Vertrauen hatte. Ihr wart immer noch so von Google vorgeschlagen und ich fand dich mit deiner Klarheit, fand ich auch, fand ich auch herausfordernd in diesem Erstgespräch. Also einerseits hast du mir sehr viel Mut gemacht, weil du gesagt hast, das kriegen wir auf jeden Fall in den Griff, wir können dir auf jeden Fall helfen, das wird auf jeden Fall erfolgreich sein. Da habe ich krass, woher nimmt der diese Überzeugung? Der kennt mich gar nicht. Das hat mir aber viel Mut gemacht. Und auf der anderen Seite fand ich die Klarheit, mit der du sprichst und Feedback gibst und Fragen stellst, die fand ich ganz schön herausfordernd. Aber das war ehrlich gesagt auch das, was mich überzeugt hat. Ich habe gedacht, du rätst nicht drumrum. Das ist kein Wohlfühlprogramm, es geht ans Eingemachte. Also ich finde eure Reaktionszeiten, die finde ich wirklich beeindruckend. Und ich hatte also das Gefühl von gehalten sein, also betreut sein in einem positiven Sinn, dass ich nicht allein bin, dass ihr mich nicht alleine lasst. Und ich fand ja schon auch, es ging eben mit der Arbeit auch über das innere Kind und den Fragen, die ihr gestellt habt. Also ja, ging da schon auch an Themen, die ich wirklich unangenehm fand. Und eben das Gefühl zu haben, dass ihr mich nicht im Regen stehen lasst, dass ich nicht alleine damit bin, das fand ich vertrauensbildend. Das fand ich total gut, hat mir total geholfen. Also was war am wertvollsten am Programm für mich? Da würde ich auf jeden Fall die Betreuung nennen, sodass ihr da seid und dass, wenn man eine Frage hat und egal was für eine Frage, dass man auf jeden Fall eine Antwort kriegt. Das würde ich sagen, ist das absolut das Wertvollste, dass es diese Individualität hat. Also dass ich nicht das Gefühl habe, es ist ein Programm, mit dem ich hier starte, in das ich aufgenommen werde und da läuft ein Programm ab, sondern ich habe eigentlich das Gefühl gehabt, es geht um mich und ich muss auf jeden Fall arbeiten mit euch. Aber es wird mir irgendwie leicht gemacht, zu arbeiten, an mir zu arbeiten, mich zu erkennen, mich zu sehen. Und das ist ja letztendlich, was mir einfach geholfen hat, was mir geholfen hat zu erkennen, wo kommt es eigentlich her. Und ich finde, dass ihr einen, der sehr gut ranführt, auch hartnäckig genug seid und aber auch, also ihr seid auch nett. Ich habe mich nicht, ich habe mich einfach gut behandelt gefühlt. Das hat mir sehr geholfen. Ich würde das allen meinen verzweifelten Freundinnen empfehlen. Ich kenne so viele Leute, die in dem Bereich auf der Suche nach Hilfe sind und die alles mögliche ausprobieren und es funktioniert nicht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es für irgendjemand funktioniert und für irgendjemand nicht funktioniert. Also ich glaube das nicht. Ich glaube, dass es eigentlich für alle funktioniert. Aber ich glaube schon, man muss hinschauen wollen und man muss auch sich mit sich selbst beschäftigen wollen. Das muss man, glaube ich, wollen, sonst funktioniert es nicht. Also wenn man so eine Methode will, die schnell was bewirkt und die nicht fragt, die nicht intensiv ist, die nicht die eigene Bereitschaft oder Mitarbeit erfordert, dann würde ich sagen, funktioniert es nicht. Aber jemand, der nicht hingucken will, der ist glaube ich, falsch. Ich saß im Zug, war auf dem Weg zur Hochschule und Laura hat mir erzählt, was es kostet. Und da habe ich gedacht, boah ey, das ist ganz schön viel Geld. Zweitausendein will ich das investieren? Und dann habe ich mal kurz überlegt, wie viel die Schuhe gekostet haben und die Handtasche gekostet hat, die ich gekauft habe. Und habe gedacht, es ist wirklich ein großes Problem in meinem Leben. Wirklich ein großes Problem. Und es ist der größte Wunsch, dieses Problem zu lösen. Und ich habe mich das wirklich gefragt. Und dann habe ich gedacht, und das Geld, was jetzt hier aufgerufen wird, das bin ich nicht bereit zu investieren, um dieses Problem zu lösen. Ist es wirklich mein Ernst? Und ich habe eine Woche darüber nachgedacht und ich habe mir die Frage immer wieder gestellt. Und ich habe dann nein, es ist, wenn ich ganz ehrlich bin, ist dieses Problem wirklich groß und ich will das lösen. Und die Summe, die ich da rein investiere, die investiere ich jetzt. Also ich meine, wenn ich mir eine Tasche kaufen kann, die so viel kostet, dann kann ich auch so ein Programm bezahlen. Und ich glaube, es geht darum, ein bisschen den Stellenwert des Problems im Leben deutlich zu machen. Zweitausendein. Ich habe relativ schnell nicht mehr über das Geld nachgedacht. Ich habe das dann bezahlt, habe den Vertrag abgeschlossen, habe das bezahlt und dann nicht mehr drüber nachgedacht. Vor allem habe ich ja nicht das Gefühl, dass ich das immer wieder investieren muss. Es hat sich was verändert und ich glaube, dass ich damit gut weitergehen kann. Ich habe ja auch das Gefühl des Problems gelöst. Und jetzt im Nachhinein würde ich sagen, ich hab da eine Woche darüber nachzudenken, war ganz schön lang. Wann ich sicher wusste, dass die Investition sich gelohnt hat. Ich glaube am dritten Tag. Ich glaube nach dem. Oder ja, sagen wir mal nach einer Woche. Nach einer Woche war ich mir sicher. Ja, schnell. Also wir hatten nach einer Woche hatte ich den ersten Call mit dir und dann war mir klar, dass das nicht oberflächlich ist, dass ich da Fragen gestellt kriege, die ich ungemütlich finde. Ich glaube, ich würde sagen, in Woche zwei oder drei habe ich gemerkt, dass sich was tut und dass ich keinen Hunger mehr habe. Das ging wirklich so schnell und ich glaube dann, ab da wusste ich, das wird funktionieren. Was ich noch hinzufügen möchte, dass ich euch dankbar bin, wirklich, dass ich das machen konnte, dass ich das erleben konnte und dass ich einfach. Ich bin einfach total erleichtert. Ich bin erleichtert, ich habe was gelöst in meinem Leben und es fühlt sich total gut an. Ich merke das nur. Also es gibt so zwei, drei Freundinnen in meinem Umfeld, die eben, also die noch viel schlimmer unterwegs sind, sind als ich, würde ich sagen und noch viel verzweifelter sind. Und ich habe ja am Anfang des Programms, habe ich ja mir vorgenommen, ich rede darüber nicht. Genau aus dem Impuls raus, weil ich dachte, wenn es wieder nicht funktioniert, ja, wieder irgendein Programm, was ich ich rede darüber nicht. Und dann habe ich aber so nach drei, vier Wochen habe ich gedacht, so ein Scheiß, also soll ich darüber nicht reden, vor allem wenn es funktioniert. Und mit diesen zwei Freundinnen, die wirklich Rigmor und Miriam, die wirklich noch viel schlimmer sind als ich, habe ich dann angefangen darüber zu reden. Und das sind ja wie Schwämme, so verzweifelte Leute, die sind und da funktioniert was bei dir? Was ist denn das? Und dann erzähle ich denen aber auch, was ich mache und wie das abläuft. Und die haben so Angst davor, die haben so Angst, die das ja, Angst da hinzuschauen und zu sagen okay, wo kommt es denn von mir? Ich sag, sie beschreibt mir dann, wann sie isst und wie viel sie isst und was sie alles isst und so. Und ich sage dann immer ja, emotionales Essen, weil ich das, also ich habe ihr das ja erzählt, um was es geht und so und sie weiß das ja theoretisch und sie sagt dann ja, ich weiß und sag ja, willst aber nichts gegen tun. Und dann kommt ein anderes Thema. Ich finde das so krass, will nichts gegen tun, ist aber kreuzunglücklich damit, will aber nichts dagegen tun. Ich hab auch mann, wie helfe ich ihr denn jetzt? Hat sich auch schon x Podcasts mit dir angehört, war schon auch auf der Website. Total Angst davor, total Angst anzurufen und zu sagen könnt ihr mir bitte helfen? Weißt du? Und wir sind alle über 50 und wir laufen mit diesem Thema seit unserer Pubertät spätestens. Es ist ja Wahnsinn. Es sind Jahrzehnte. Und ich finde es aber trotzdem cool, dass ich mit 52 gelöst habe und jetzt einfach mal die nächsten, ich würde sagen 40 Jahre, also über 90 werde ich auf jeden Fall jetzt mal da in Ruhe irgendwie weitermachen können.”